DIAGNOSTIK

Labordiagnostik

Eines der größten Probleme bei Diagnose und Therapie einer Borreliose ist das Fehlen wirklich zuverlässiger, aussagekräftiger Labordiagnosemöglichkeiten. Die bestehenden Testverfahren sind allerdings auch nur begrenzt aussagekräftig, Ursachen für die Variationsbreite sind u.a. fehlende Standards und die daraus resultierenden Folgen, z.B. bei:

- der Wahl der Antigene und Reagenzien,
- der Durchführung (z.B. Immunkomplexproblematik),
- der Interpretation der Meßwerte und
- der Verwendung von Kontroll-Proben.

Neben dem Direktnachweis der Borrelien bzw. deren Antigenstrukturen durch PCR oder Bakterienkultur, ist die Borreliose-Serologie das häufigste diagnostische Verfahren. Die üblichen Blutuntersuchungen mit Suchtests auf borrelienspezifische Antikörper korrelieren jedoch häufig nicht mit der Infektion bzw. Erkrankung (z.B. ELISA, EIA, HAT oder IFT). Auch die Titerhöhe korreliert nur unzulänglich mit der klinischen Symptomatik. Gleiches gilt für den Bestätigungstest mittels Westernblot.

Die letztendliche Diagnose der Borreliose muß nach wie vor in vielen Fällen aufgrund der klinischen Symptomatik und Ausschluß der differentialdiagnostisch in Frage kommenden sonstigen Erkrankungen erfolgen. Außerdem kann eine erfolgreiche Antibiose zur Verifizierung der Diagnose herangezogen werden.