VCS-TEST

V.C.S.-Test = Visual Contrast Sensitivity Test

Der VCS-Test wird seit einiger Zeit auch in Deutschland von wenigen, auf Borreliose spezialisierten, Ärzten eingesetzt. Hierbei handelt es sich nicht um einen Labortest, bei dem die Borrelien als solche nachgewiesen werden können. Vielmehr ist der VCS-Test ein Sehtest, der seit langem in den USA eingesetzt wird, um Toxin-Belastungen zu erkennen und Verlaufskontrollen bei der Elimination der Toxine zu machen.

Nach dem gleichen Prinzip funktioniert auch der Einsatz bei der Borreliose: Borrelien bilden Endotoxine, die bei vielen Patienten Nervenschädigungen auslösen. Besonders empfindlich ist hierbei der Sehnerv. Obwohl der Patient oft zunächst noch gar nicht gemerkt hat, daß eine Schädigung vorliegt, kann durch den empfindlichen VCS-Test gezeigt werden, ob das Kontrastsehen eingeschränkt ist – eine bei chronischen Verlaufsformen häufige Begleiterscheinung. Chronische Borreliosepatienten kennen häufig das Dilemma, daß Therapieerfolge mit den verfügbaren Bluttests nicht erfaßt werden können, anders ist dies beim VCS-Test.

Die Praxis hat gezeigt, daß die Korrelation zwischen therapeutischem Erfolg (oder Mißerfolg ) und klinischem Beschwerdebild hier durch einen leicht anzuwendenden und nichtinvasiven Test einfach aufzuzeigen ist und dies dem Patienten, aber auch dem Arzt, viel an Unsicherheiten hinsichtlich der Vorghensweise bei der Behandlung nimmt. Der VCS-Test schließt zwar nicht die diagnostische Lücke, gibt aber ein einfaches und wirkungsvolles ergänzendes Instrument zur Verifizierung von Maßnahmen.