ELISA

ELISA = Enzyme Linked Immuno Assay

Mit Hilfe des ELISA-Verfahrens wird das Patientenserum auf borrelienspezifische Antikörper untersucht. ELISA-Tests sind derzeit die am häufigsten durchgeführten Tests, die nach zwei verschiedenen Prinzipien erfolgen können:

Die Proben werden entweder mit ganzen Zellen, also Spirochäten, die in Gewebekulturen gezüchtet, anschließend gewaschen und mit Ultraschall behandelt wurden, oder mit gereinigten Protein-Auszügen von diesen ganzen Zellen versetzt.

Die Bewertung der gemessenen Konzentration als positiv oder negativ für B. burgdorferi trifft man im Vergleich zu einer negativen Kontroll-Probe. Falsch positive wie negative Ergebnisse kommen jedoch vor und können auf unterschiedlichen Ursachen beruhen (siehe mögliche Interpretationen von Testergebnissen).

Der ELISA-Test ist meist der erste Test auf Borrelien in der Praxis. Leider fällt er in vielen Fällen negativ aus, obwohl der Patient Kontakt mit Borrelien hatte. Häufig wird auf die Durchführung zusätzlicher Tests dann verzichtet, da der Patient ja vermeintlich keine Borreliose haben kann, dies ist jedoch leider häufig genug eine falsch Annahme. Daher kann nur geraten werden, bei klinischem Verdacht weitere spezifischere Tests durchzuführen.