PCR-TEST

PCR-Test: Polymerase Chain Reaction = Polymerase-Kettenreaktion

Die PCR wird benutzt, um B. burgdorferi DNA/RNA in Proben zu bestimmen. Proben können sowohl aus Körperflüssigkeiten (Serum, Liquor, Gelenkflüssigkeit, Urin, Gesamtblut und Plasma) als auch Gewebeproben gewonnen werden (Lit.: 33; 116; 129; 143 ). Je nach Labor und Wissenschaftler gibt es positive Ergebnisse bei einem großen oder kleineren Bruchteil der Borreliosefälle. Positive Ergebnisse findet man:

- am ehesten (70 - 90%) an Hautbiopsieproben, (Lit.: 206)
- weniger häufig mit Liquor, Gelenkflüssigkeit und Urin (20 - 40%)
- am seltensten bei Blut (9 - 26%)

Vorteil der Methode:
Die Auflösung kann sehr hoch sein: eine Spirochäte in einer klinischen Probe.

Nachteil der Methode:

- Fehlende Standardisierung für Routine-Untersuchungen
- Protokolle und Primer sind noch nicht auf Empfindlichkeit und Spezifität optimiert
- PCR-nachgewiesene DNA bedeutet nicht, daß lebende Organismen vorliegen
- Geringste Verunreinigung im Labor können falsch-positive Resultate erzeugen

Am sinnvollsten und zuverlässigsten erscheint die direkte Untersuchung der nach einem Biß entfernten Zecken selbst auf das Vorhandensein von Borrelien. Da der Test nur wenige Tage dauert, sollte man in der Regel dem Patienten dazu raten, einen PCR-Test auf Borrelien bei der Zecke durchzuführen, um bei positivem Befund auch unabhängig vom Vorhandensein eines Erythema migrans mit einer ausreichenden Antibiose möglichst frühzeitig zu beginnen.