IMMUNANTWORT


Immunantwort bei Borrelieninfektionen

Zahlreiche Forschergrupppen haben in den letzten Jahren die Immunreaktionen des Wirts auf Borrelia burgdorferi untersucht, trozdem sind immer noch viele Fragen unbeantwortet. Es konnte nachgewiesen werden, dass Borrelia burgdorferi sowohl zelluläre (T-Zell-Antwort) wie auch humorale (B-Zell-Antwort) Immunreaktionen auslösen kann. Zunächst antwortet der Körper mit der T-Zell-Antwort, die in der Regel stark ausgeprägt ist, die B-Zell-Antwort, also die Bildung von spezifischen Antikörpern, beginnt erst nach einigen Tagen bis Wochen.

Hieraus erklären sich auch einige Schwierigkeiten in der Labordiagnostik: Ganz zu Beginn der Infektion werden noch keine Antikörper gebildet und können damit auch nicht nachgewiesen werden. Wird sofort mit einer Antibiose begonnen und ist diese erfolgreich, so konnten Fälle, bei denen auch später keine oder nur niedrige Antikörperspiegel auftraten, beobachtet werden. Dies lässt sich dadurch erklären, daß die Erreger eliminiert werden, bevor die B-Zell-Antwort stattfinden kann. Hiermit kann auch erklärt werden, weshalb es Patienten gibt, die zwar geringe oder negative Antikörpertiter aufweisen, trotzdem aber positive Testergebnisse zum nachweis der zellulären Immunantwort zeigen (LTT = Lymphzytentransformationstest auf Borrelien) (Lit.: 162, 16).